Projekte im Schuljahr 2014/15

1. Besuch der Klasse 1/2dG in der Stadtbücherei am 10.10.2014

Beim ersten Besuch der 1/2dG im neuen Schuljahr in der Stadtbücherei am 10.Oktober stellte Annette Reckmann, die Leiterin der Bücherei, der Ganztagsklasse das Buch „Na warte, sagte Schwarte“ von Helme Heine vor. Gespannt lauschten die Kinder der Geschichte. Gemeinsam wurde zu den vorgestellten Bildern über die Erlebnisse der Schweinefamilie gesprochen. Die Schüler mussten herzlich über die Abenteuer der Tiere lachen. So wurde die Fantasie der Betrachter intensiv angeregt.

Besuch einer ehemaligen Schülerin der Luitpoldschule in der 3/4dG am 29.01.2015

Ein getrennter Ausgang für Buben und Mädchen? Ein Schwimmbad in der Schule? Schläge vom Lehrer für schmutzige Fingernägel?

Von diesen und manch ähnlichen Begebenheiten, die früher in der Luitpoldschule gang und gäbe gewesen sein sollten, hat man ja schon öfter gehört. Aber stimmt das alles wirklich und welche Sitten und Gepflogenheit gab es im Leben eines Schulkindes vor einigen Jahrzehnten sonst noch? Die Kinder der Ganztagsklasse 3/4dG wollten es ganz genau wissen. Und was lag da näher, als eine ehemalige Schülerin einzuladen, die noch aus eigener Erfahrung erzählen kann, wie sie Unterricht und Schule in der gleichen Schule damals vor rund 75 Jahren erlebt hat.

Mit Erika Hippmann hatte man nicht nur eine „waschechte“ Selberin und ehemalige Stadträtin zu Gast, sondern auch eine Dame, die sich auf Anfrage von Klassenlehrerin Ellen Scherpp sofort bereit erklärte, ihre Kindheitserlebnisse an der Luitpoldschule und in der Stadt Selb an die jetzige Schülergeneration weiterzugeben.

So erzählte sie in kurzweiliger und so authentischer Art, als habe sie das alles erst vor kurzem erlebt, zunächst über ihre Einschulung im Jahr 1939. Schon das mitgebrachte Klassenfoto zeigte so manchen Unterschied zu einem heutigen Einschulungsfoto: Die Klassen damals waren viel größer als heute, der Lehrer trug einen weißen Mantel, die Jungen Sommer wie Winter kurze Hosen und die Mädchen eine weiße Schürze. Fehlte daran ein Knopf, wofür das Kind ja gar nichts konnte, gab es vom Lehrer trotzdem eine Strafe.

Auch der Weg zur Schule unterschied sich in mancherlei Hinsicht vom Schulweg heutiger Kinder. So mussten die Schüler beispielsweise den Weg über die Pfaffenleithe nehmen, weil die Hutschenreuther Straße nach Meinung der damaligen Erwachsenen aufgrund des Autoverkehrs zu gefährlich war, und das obwohl es zur damaligen Zeit noch kaum Autos gab! Dass Kinder von den Eltern mit dem Auto gebracht wurden, wäre gar völlig undenkbar gewesen. Über den jetzigen Zugang zum heutigen Sportplatz, an dem sich damals der sog. „Eisweiher“ befand, gelangte man zum Schulhaus und so manch ein Schüler nutzte die abschüssige Wegstrecke auf dem Nachhauseweg auch, um im Winter den Schulranzen als Rodel zu gebrauchen und so das Schulgelände etwas schneller verlassen zu können. Auch dass nicht wenige Schüler in der Zeit von Mai bis September oft barfuß zur Schule kamen und im Winter dagegen auf Skiern herunter vom Reuthberg fuhren, war durchaus nichts Ungewöhnliches.

Der Unterricht begann wie auch heute noch üblich um 8:00 Uhr und Fächer wie Deutsch und Rechnen standen vor etlichen Jahrzehnten schon genauso auf dem Stundenplan. Besonderen Wert hatte jedoch das Schönschreiben, das zumeist auf Schiefertafeln geübt wurde, die damals zum Inventar jeder Schultasche gehörten. Auch so manche unterrichtsfremde Arbeit gaben die Lehrer damals ihren Schülern oft in Auftrag. So musste man beispielsweise für das „Fräulein“, wie Lehrerinnen in der Regel tituliert wurden, Stickgarn kaufen gehen oder für den „Herrn Lehrer“ Geld von der Bank holen. Auch am Nachmittag half so manch ein Schüler seinem Lehrer oft im Garten oder Haushalt, wofür er dann mit etwas weniger Hausaufgaben entlohnt wurde.

Interessant für die Ganztagsschüler war es zu erfahren, dass auch die Kinder damals bereits Unterricht bis am Nachmittag hatten. So ging man zwar nach dem Morgenunterricht um 12:00 Uhr erst einmal nach Hause zum Mittagessen, musste aber dann von 14.00 bis 16:00 Uhr noch einmal zur Schule kommen.

Nicht immer und für alle Kinder fand jedoch der Unterricht im heutigen Gebäude der Luitpold-Grundschule statt. So gab es aufgrund der wesentlich höheren Schülerzahl auch noch etliche weitere Schulgebäude in Selb, wie etwa das Kantorat, die Gartenschule (heute Stadtbücherei), die „Alte Fachschule“ (auf dem Gelände des heutigen Jugendzentrums) und schließlich den katholischen Kindergarten, wo die Mädchenklassen regelmäßig zum Religionsunterricht hinlaufen mussten. Auch in den Kantinen so mancher Selber Fabriken lernten die Kinder damals zum Teil lesen, schreiben und rechnen, als die Luitpoldschule während der Kriegszeit zum Lazarett umfunktioniert wurde.

Gebannt lauschten die jungen Zuhörer, den Erzählungen, die Frau Hippmann sicherlich noch lange weiter hätte ausdehnen können. Aber schließlich dauert eben ein Unterrichttag heute wie damals – Gott sei Dank! – nicht unendlich und die Kinder hatten auch selbst noch jede Menge Fragen, die allesamt geduldig beantwortet wurden.

Stolz zeigten die Kinder im Anschluss an die interessanten Erzählungen von früher, ihrem Gast nun umgekehrt etliche Räume, die heute kennzeichnend für ihre Schule sind und von denen Schüler vor 70 Jahren sicher noch nicht einmal zu träumen gewagt hätten: Die Lernwerkstatt mit Computerarbeitsplätzen, das gemütliche Leseschloss, den Musiksaal, das Spielezimmer, „ihren“ Speisesaal, in dem sie sich täglich gemeinsam das Mittagessen schmecken lassen und nicht zuletzt auch die Smartboards, mit denen jedes Klassenzimmer heute ausgestattet ist.

Beeindruckt und voll des Lobes über die moderne und gleichzeitig liebevolle Ausgestaltung der heutigen Luitpold-Grundschule (auch an den Wänden durften damals keinerlei Bilder angebracht werden) verabschiedete sich Frau Hippmann und versicherte, dass der Nachmittag auch für sie eine bereicherndes und schönes Erlebnis war.

Porzellanschmuck für die Pausenhalle

Die schmucklose Säule in der Mitte unserer Pausenhalle wurde zum neuen gemeinsamen Projekt der beiden Ganztagsklassen: Sie soll – wie kann es in Selb anders sein – mit Porzellanfiguren verziert werden.

So fuhren am 26.02.2015 die Klassen 1/2dG und 3/4dG gemeinsam ins Porzellanikon um mit vereinten Kräften erst einmal die notwendigen Porzellanfiguren auszustechen und auszuschneiden. Dass dies gar nicht so einfach ist und viel Fingerspitzengefühl verlangt, war schnell allen Kindern klar. Aber schließlich entstanden viele verschiedene Formen, die nach dem Brennen natürlich noch bemalt werden müssen.

Bemalen der Porzellanteile am 19.03.2015

Am 19.03.2015 war es dann so weit. Die beiden Klassen machten sich erneut auf ins Porzellanikon. Diesmal sollten die inzwischen gebrannten Figuren noch ein Farbkleid bekommen. Nachdem die Kinder bereits beim ersten Mal sehr fleißig waren und viele Figuren gefertigt hatten, wartete auch beim zweiten Mal jede Menge Arbeit auf die jungen Künstler. Alle waren jedoch mit Feuereifer dabei und bewiesen zum Teil großen Ideenreichtum bei der phantasievollen Bemalung. Nun dürfen sich alle darauf freuen, dass unsere Säule in der Pausenhalle bald zum künstlerischen Blickfang für Besucher und Mitglieder unserer Schulfamilie werden wird.

Selb spielt in der Oase - die Klasse 1/2dG ist dabei!

Großes Vergnügen hatte die Klasse 1/2dG beim Besuch der Oase. Wie jedes Jahr hieß es: Selb spielt. Herzlich wurden die Schüler von Frau Neupert begrüßt. Sie führte die Kinder in die „Welt der Spiele“ ein und erklärte wichtige Verhaltensregeln. So sollte ein Spiel erst wieder aufgeräumt werden, um dann das nächste zu beginnen. Andrang herrschte beim „Kicker“, denn hier wurden „heiße“ Fußballspiele gewonnen oder verloren. An allen Tischen wurde fair miteinander umgegangen, diskutiert und viel gelacht. Zu schnell verging die Zeit. Um den Abschied ein wenig zu versüßen, bekamen die Schüler noch Bonbons.

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

Theater-Workshop in den Ganztagsklassen am 19.05.2015

Unser alljährlicher, inzwischen schon zur Tradition gewordener Ausflug mit allen unseren Klassen auf die Luisenburg zum Besuch des Kinderstücks, zählt für alle Beteiligten zu den „Highlights“ im Schuljahr.

Um schon vor dem Theaterbesuch die Neugierde zu wecken und einen besseren Zugang zum Inhalt des diesjährigen Stücks  „Der kleine Wikinger“ zu erhalten, durften sich unsere beiden Ganztagsklassen über einen vorab mit zwei Theaterpädagoginnen durchgeführten Workshop freuen. Auf spielerische Weise wurden die Kinder in das Leben der Wikinger eingeführt und erfuhren dabei viel Wissenswertes zum Hintergrund des Stückes. Natürlich wurde nicht allzu viel verraten. Denn schließlich sollte ja die Spannung noch bis zur Vorstellung erhalten bleiben.

"Schnuppertraining" der Ganztagsklassen mit der Kindersportschule am 11.06.2015

Im Juni wird die Säule in der Pausenhalle mit unseren selbst gefertigten Porzellanteilchen gemeinsam dekoriert

Dank der Unterstützung durch die Andres GmbH, die in ihren Gebäuden schon viel Erfahrung mit der Verarbeitung von Mosaikteilchen hat, konnte nun gemeinsam mit dem von der Firma Andres engagierten Allround Team und natürlich unter tatkräftiger Mithilfe der kleinen Porzellankünstler selbst die Säule endgültig verziert werden. Selbstverständlich unterstützte Loredana Grünling die Kinder beim Ankleben der Porzellanteile gleich mit. Statt einer unscheinbaren Säule schmückt nun ein farbenfroher Baum mit vielen bunten Tieren und Pflanzen aus echtem Selber Porzellan unsere Pausenhalle.

Herzlichen Dank allen, die uns bei der Umsetzung dieses Projekts so engagiert unterstützt haben!

Auch die 2. Trainingseinheit mit der Kindersportschule am 24.06.2015 verlief wieder sehr bewegungsintensiv