Projekte der Ganztagsklassen im Schuljahr 2019/20

Projektwoche vom 14.10. - 18.10.2019 in der 3/4dG

„Besser leben ohne Plastik“ - so hieß es vier Tage lang in der Klasse 3/4dG.

 

Unterstützt von Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg nahmen die Schülerinnen und Schüler dieses für unsere Umwelt so problematische Material von den verschiedensten Seiten her genau unter die Lupe. Als Vorbereitung dazu wurde eine Woche lang zuhause der Plastikmüll gesammelt und mitgebracht.

 

Nicht schlecht staunte man, welch riesiger Berg da zusammenkam. Umso betroffener waren die Kinder, als sie erfuhren, wie lange dieser Abfall in der Natur erhalten bleibt. Zum Teil mehrere hundert Jahre kann dies dauern und auch dann bleiben noch kleine Plastikteilchen, sog. Mikroplastik übrig. Wie problematisch gerade dieses Mikroplastik für die Natur, aber auch für Tiere und Menschen ist, wurde anschaulich in einem Kreislauf besprochen.  Daran wurde deutlich, dass Mikroplastikteilchen, wie sie zum Beispiel in vielen Duschgels enthalten sind, über das Abwasser in die Bäche, Flüsse und das Meer gelangen, wo Meerestiere sie als vermeintliche Nahrung aufnehmen. Letztlich so das Fazit, essen wir Menschen das verwendete Plastik selbst wieder, wenn wir Fische essen. Eine weitere Gefährdung für die Meerestiere besteht auch darin, dass sie sich oft in Netzen, oder anderen Plastikabfall verfangen und schließlich qualvoll ersticken.

 

Um all dem entgegenzuwirken, ging es in einem nächsten Schritt darum, anhand verschiedenster Alltagsgegenstände aus den Bereichen Verpackung, Spielsachen, Schulsachen, u.a. nach Alternativen für Plastik zu suchen. Tatsächlich konnte man feststellen, dass es viele Dinge aus Plastik, aber auch aus anderen, natürlichen Materialien zu kaufen gibt. Darauf bei den nächsten Einkäufen zu achten, dafür sollten nun alle Kinder sensibilisiert sein.

 

Dass man auf diese Weise tatsächlich sehr viel zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen kann, wurde anschaulich deutlich, als die Kinder bei einem Gang in den Supermarkt die Zutaten für selbst gekochten Pudding kauften, aber auch jeweils einen Fertigpudding. Aufgeklebt auf einem Plakat, wurde auf eindrückliche Weise offensichtlich, dass die Müllmenge bei selbstgekochtem Pudding um ein Vielfaches geringer war. Und beim Geschmacksvergleich war man sich zudem einig, dass der selbstgekochte auch noch viel leckerer schmeckte.

 

Wie man bei notwendigen Alltagsdingen sogar ganz ohne Plastikmüll auskommen kann zeigte das Beispiel mit selbst hergestellter Zahnpasta. Schlemmkreide, Milchzucker, Pfefferminze und Salbei in einem Mörser gemischt, schon konnte jeder ruckzuck eine umweltfreundliche Alternative zur Zahnpastatube in den Händen halten und stolz mit nach Hause nehmen, um vielleicht auch den Eltern auf diese Weise zu zeigen, wie sich auf einfache Weise etwas für unsere Umwelt tun lässt.

 

Auch wenn sich leider nicht überall auf Plastik verzichten lässt, am Ende der Woche waren sich alle einig, dass man künftig genauer hinschauen möchte, wo es vielleicht doch eine Alternative aus natürlichem Material gibt. Zumindest beim Transport der Einkäufe sollte das nun für keinem mehr ein Problem sein, denn als Abschluss des Projektes bedruckte jedes Kind noch eine eigene Stofftasche mit einem individuell gestalteten Meerestier.

 

Projekt "Papier" mit der ÖBI in der 1/2dG am 14.10.2019