22.04.2026 - Ein Millionär der Fantasie zu Gast an unserer Schule –  Vorlesetag mit Kinderbuchautor Armin Pongs


 

 Still. So still, dass man die Lampen hören konnte. Genau so wünschte es sich unser besonderer Gast am Vorlesetag und genau so aufmerksam hörten unsere Schülerinnen und Schüler zu.

 

Am Mittwochvormittag verwandelte sich unsere Schule in einen Ort voller Abenteuer, Träume und unsichtbarer Welten: Der Schriftsteller Armin Pongs war zu Besuch.

 

Zunächst durften die 1. und 2. Klassen, später die 3. und 4. Klassen in den Genuss einer ganz besonderen Lesung kommen. Und besonders war sie wirklich. Kein Beamer, keine Leinwand, kein Laptop. Stattdessen ein Grammophon, geheimnisvolle Schatztruhen und eine Stimme, die Bilder in die Köpfe zauberte.

 

Armin Pongs weiß, wovon er spricht. Sein erstes Buch schrieb er bereits mit 29 Jahren, seitdem erscheint jedes Jahr ein neues – mittlerweile sind es 29 Bücher. Rund 180 Tage im Jahr ist er unterwegs, um Kindern die Freude am Lesen näherzubringen. Schon als Kind begegnete er dem großen Kinderbuchautor Otfried Preußler – eine Begegnung, die für ihn zum Schlüssel wurde: Preußler öffnete ihm die Tür zu den fantastischen Welten der Bücher.

 

Pongs bezeichnet sich selbst als „Millionär“:

 

„Es gibt Menschen, die glauben, sie seien reich, weil sie viel Geld haben. Geld aber, kann man ausgeben, kann verloren gehen oder gestohlen werden. Bilder, die beim Lesen entstehen, bleiben meist ein Leben lang.“

 

Für unsere jüngeren Kinder las er aus „Krokofil – Der Traumländer“: einem freundlichen Krokodil, das an seine Träume glaubt und alles daransetzt, sie wahr werden zu lassen. Gemeinsam mit Prinzessin Anna Lucia erlebt Krokofil Abenteuer und erkennt, wie wichtig Freundschaft ist.

 

Für die 3. und 4. Klassen stellte Armin Pongs seine Buchreihe „Der magische Kalender“ vor. Vier Kinder – das „magische Quartett“ – reisen mithilfe eines geheimnisvollen Kalenders an besondere Orte, um Tiere vor dem Aussterben zu retten.

 

Immer wenn in der Geschichte Sterne auftauchten, leuchteten im Publikum fünfzackige Sterne in der Luft.

 

Besonders begeistert waren die Kinder von der lebendigen Interaktion: Pongs zeigte plötzlich auf imaginäre Figuren und Landschaften in der Pausenhalle und alle drehten sich gespannt um. Wenn er sich einmal verlas, folgten zehn Liegestütze – sehr zur Freude der Kinder.

 

Der Raum war voller gespannter Stille. Alle hörten aufmerksam zu, klebten förmlich an seinen Lippen. In der Fragerunde erzählten die Kinder, wie und wo sie lesen: abends im Bett, gemeinsam mit Mama oder Papa, am Wochenende frühmorgens, wenn alle noch schliefen oder beim Lesen mit Anweisungen zum Malen. Armin Pongs machte Mut: „Lest, so viel ihr könnt!“

 

Als Geschenk erhielt jedes Kind einen kleinen „Mondstein“, der unter dem Kopfkissen schlechte Träume fernhalten soll. Die Klassenlehrerinnen und ‑lehrer bekamen „Lesemuscheln“. Wenn ein Kind sie trägt, kann es ein kleines Stückchen besser lesen.

 

Ein Vormittag voller Fantasie, Freude und Faszination ging zu Ende.
Ein gelungener Tag für die Lesemotivation und ein großer Reichtum an Bildern im Kopf.

 

 


Weitere Informationen:


Planung des Unterrichts an Bayerns Schulen

 

In Bezug auf die Planung des Unterrichts fasst das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus die wesentlichen Informationen aktuell zusammen unter:

 

www.km.bayern.de